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Der in Tuttlingen/ Schwarzwald geborene Sohn eines Orthopädie – Schuhmachermeisters, absolvierte in seiner Geburtsstadt, die mittlere Reife und merkte schon in früher Jugend, dass das Handwerk ein hartes Brot war. Deswegen war er auch froh, dass sein älterer Bruder in seines Vaters Stapfen trat, und die Werkstatt übernahm. Nein, ihn zog es ins Remstal und in Plüderhausen begann er seine Laufbahn als Inspektor. Er kam ja eigentlich aus dem Judo – Lager und lernte den ASV 1960 als Zuschauer kennen, sowie in den 80 er Jahren als Prüfer der ASV – Kasse. Es war 1985 als die Ära Kunzi / Vogelmann sich dem Ende zuneigte, wurde er von der Generalversammlung als Präsident gewählt, und
engagierte sich gleich voll für den Verein. Allerdings musste man damals wieder kleine Brötchen backen, und eine Episode aus der Verbandsliga 1987 war folgende:
Matthias Dietsch, der aus Kahla zum ASV gestoßen war, hatte vor der Abfahrt nach Nenndingen 800 g Übergewicht
fürs Leichtgewicht. Der Trainer Hans Kern suchte einen Fahrer mit guter Heizung und Richard Teufel meldete sich spontan. In Tuttlingen angekommen, trauten wir unseren Augen nicht; der Präsident stieg aus wie direkt aus der Sauna, sein Anzug war total durchnässt. Aber
M. Dietsch hatte ebenfalls sein Gewicht, gewann seinen Kampf und die Mannschaft konnte erfolgreich die Heimfahrt antraten.
1989 wurde Richards Sohn Matthias württembergischer Meister in beiden Stilarten, und der Aufstieg zur Oberliga wurde Dank dem Einsatz von Jan Dolgowicz und
Fevzi Gökdogan bewältigt. Jedoch als Kauffmann vertrat Richard stets die Meinung : ,,
wir können nicht mehr Geld ausgeben, wie wir haben, und Schulden machen wegen des Aufstiegs kommt für uns nicht in Frage“. Wenn in einer Ausschusssitzung irgendwelche Arbeiten zu vergeben waren war Richard stets ein Meister im delegieren des Geschäftes.
Als unsere 90 Jahr Feier im Jahr 1998 in der Künkelins – Halle stattfand, war es für alle Anwesenden ein Schock, als unser Sportfreund Rolf Forner, der den ASV ehren sollte, auf der Bühne zusammenbrach und verstarb. Für viele weither angereiste Gäste war die Feier fast beendet, bevor sie richtig angefangen hatte. Auch dort konnte Richard und Wolfgang Hauck mit viel Fingerspitzengefühl die geplante Feier in ein gemütliches Beisammensein umgestalten. Als im Jahre 1999 seine geliebte Frau zu früh aus dem Leben gerissen wurde, zog er sich nach diesem Schicksalsschlag immer öfter in seinen Wohnwagen nach Kreßbronn am Bodensee zurück, um sich zu regenerieren. Im gleichen Jahr begab er sich in den wohlverdienten Ruhestand, und er konnte auf ärztliches Anraten erfolgreich einige Kilos abspecken.
Wenn eine Feier, eine Begrüßung, eine Lobrede oder eine Trauer – Rede gehalten werden musste, war unser Richard immer der Mann der bei allem den richtigen Ton traf, und immer die richtigen Worte zur richtigen Zeit parat hatte. Und nicht zu vergessen seine unendliche Geduld denn sonst hätte er es nicht volle 19 Jahre als Präsident des ASV Bauknecht Schorndorf ausgehalten, wofür wir ihm alle nur noch von Herzen danken können.
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