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Die alten Ringerfans sind immer noch hin und weg, wenn die Sprache auf den „Fons“ kommt. Ein Naturtalent sei er gewesen, stark wie ein Bär, und er habe nicht viel trainieren müssen. Dennoch hatte keiner gegen ihn eine Chance. Einmal, erinnern sich seine Kollegen von damals, sei er bei einem Meisterschaftskampf des ASV in Dortmund 2:6 hinten gelegen. „Du musst gewinnen!“ riefen die anderen. Da habe er eben seinen Spezialgriff, den selbst erfundenen linken Hüftwurf, eingesetzt und gewonnen. Danach habe er gefragt: „Wer war denn das eigentlich?“ Und als ihm die Kollegen erzählten, das sei der amtierende Deutsche Meister gewesen, antwortete Furtmayr. „Ach deshalb war der so stark.“ Wohl aber nicht stark genug. Furtmayr schaffte es ins deutsche Nationalteam, kämpfte gegen Jugoslawien, zweimal gegen Frankreich, die Türkei und Rumänien und blieb stets unbesiegt. Nur einmal gab’s lediglich ein Unentschieden. Bis heute, sagen die ASVler, sei Furtmayr das erfolgreichste Schorndorfer Eigengewächs (Edi Giray war zwar erfolgreicher, aber kein Eigengewächs). Zu den Olympischen Spielen aber schaffte er es nicht. Dabei hätte er in Melbourne 1956 dabei sein können. Doch da soll der damalige Bundestrainer Jo Foeldeak nicht mitgespielt haben. Der war nicht nur Bundestrainer, sondern stellte auch Ringermatten her und verkaufte sie. Weil aber der ASV Schorndorf kein Geld dafür hatte, erzählen die ASV-Oldies, strich Foeldaek dessen Ringer Furtmayr kurzerhand aus dem Kader. |