| Ein Bericht von
Chrissy Baumann
„Heiße Kämpfe“ sahen die Zuschauer am Samstag in der Begegnung zwischen dem Tabellenführer KG Botnang/Kornwestheim und dem ASV Bauknecht Schorndorf. Dass es eine knappe Entscheidung werden würden, war den Ringern aus dem Remstal bereits im Vorfeld bewusst. Es würde darauf ankommen, ob die ASV-Ringer die vier Schlüsselkämpfe für sich entscheiden würden. Doch das Glück war ihnen am Wochenende mit nicht hold. Sie verloren knapp mit 12:18,5 Punkten.
Sichere Punkte verbuchten Krzysztof Szczepanik (66 kg gr-röm.) gegen Goral Lukasz. Kurz nach der Pause beendete er den Kampf als 20:4 Überlegenheitssieger. Überlegen besiegte auch Sandor Bardosi seinen Gegner Oliver Berger in der Gewichtsklasse bis 84 kg gr-röm. Mit deutlichen Wertungen, darunter auch ein wunderschöner Fünf-Punkte Ausheber lies er dem Kornwestheimer keine Chance und beendete den Kampf vorzeitig mit 15:0 Punkten.
Ebenfalls die Höchstwertung erkämpfte sich Ferhat Gül im 60 kg gr-röm. gegen den mehrfachen polnischen Meister Tomasz Dec. Der Kornwestheimer verletzte sich nach knapp einer Minute beim Stand von 7:0 Punkten und der Schorndorfer wurde zum Aufgabesieger erklärt.
In der ersten knappen Begegnung des Abends hieß es für Andreas Kusche, der in der Gewichtsklasse bis 120 kg gr-röm. antrat, Punkte einzufahren. Ein Ausheber am Boden wurde ihm jedoch nicht zuerkannt und so verlor er den Kampf mit 0:1. Benjamin Russ (84 kg Freistil) zeigte zunächst eine gute Partie gegen den Rumänen Ilie Durla. Beim Stand von 2:6 Punkten fasste der Kornwestheimer einen Doppelnelson im Boden. Leider wurde dieser verbotene Griff vom Kampfrichter nicht erkannt und Russ verlor auf Schulter. Weitere vier Punkte gab Eugen Friesen im 66 kg Freistil gegen Adrian Mazan ab. Nach gutem Start musste er sich kurz vor Ende auf Schultern geschlagen geben. Keinen Erfolg hatte auch Schota Bilanischwili gegen den Olympiateilnehmer Akbar Ismayilow. Er verlor mit 0:3 Punkten.
Thorsten Paletta zeigte sich in der Gewichtsklasse bis 55 kg Freistil nicht in optimaler Form. Auch wenn ihm die Freistilklasse nicht so liegt, konnte er bisher gegen Alexander Jakuschew das Endergebnis meist knapp zu halten. Am Samstag gab er den Kampf mit 1:7 Punkten ab.
Einen guten Kampfgeist sahen die Zuschauer in den letzten beiden Begegnungen des Abends. Ronny Sauter traf auf den polnischen Olympia-Teilnehmer von Athen, Lucjan Gralak. Während der Pole mehr den Kampf kraftvoll anging, versuchte Sauter mit Schnelligkeit zu punkten. Nach dem Schlusspfiff war der zehn Jahre ältere Pole mit 7:6 der Glücklichere. Von Craig Taylor sahen die zahlreichen Schorndorfer Fans abermals eine gute Leistung. Gegen den vom 1. Bundesligisten Weingarten kommenden Alexander Horn zeigte er sich kämpferisch gut eingestellt. Dem jungen Taylor gelang es jedoch nicht, mit einem Angriff durchzukommen und verlor nach sechs Minuten knapp nach mit 0:2 Punkten.
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