|
Knappe Niederlage gegen die RG-Hausen-Zell
Ein Bericht von
Chrissy Kusche
Mit einer 21:16 Niederlage reisten die Ringer
des ASV Bauknecht Schorndorf am Sonntag früh zurück aus
Hausen-Zell. Mit einem knappen Ergebnis hatte man zwar gerechnet,
jedoch lief an diesem Kampfsamstag alles gegen die Schorndorfer.
Alles begann mit der Anreise in den Südschwarzwald. Nur zwei
Minuten vor Wiegebeginn betraten die Ringer die Halle der
Gastgeber. Die vielen Staus auf der Autobahn hatten den Zeitplan
der 2.Bundesliga-Mannschaft komplett durcheinander gebracht. Und
so kam es dann, dass Tobias Bulgrin in der Klasse bis 84 kg mit
nur 200 Gramm Übergewicht über die Waage musste. „Das Bisschen
hätte Tobias innerhalb von wenigen Minuten runter gehabt.“, meinte
Trainer Jaro Bago gestresst. „Das war einer der Schlüsselkämpfe“.
Nach dem Wiegen blieb den Ringern durch die Verspätung dann auch
wenig Zeit zur konzentrierten Vorbereitung. Das merkte man einigen
deutlich an.
Alexander Jakuschew war im 55 kg gr-röm. gegen Florian Trifan nur
in der ersten Runde gleichauf. Am Ende ging die Begegnung jedoch
klar mit 3:0 Punkten an den Gastgeber. Im 120 kg Freistil sahen
die Zuschauer eine spannende Begegnung zwischen dem deutschen
Kaderringer Sven Kiefer und Schota Bilanischwili. Die ersten zwei
Runden gingen glücklicher an Kiefer. Dann sammelte sich der
Schorndorfer und verbuchte die nächsten beiden Runden für sich. In
der entscheidenden letzten Runde verließen Bilanischwili die
Kräfte. Bei 1:0 Führung musste er kurz vor Ende noch eine Wertung
abgeben und somit ging der Kampf mit 3:2 an Hausen-Zell.
Eine klare Sache war dagegen der Kampf im 60 kg Freistil. Eugen
Friesen zeigte dem jungen Sascha Oswald, wer der Bessere auf der
Matte ist. Ebenfalls ein klarer 3:0 Sieg verbuchte Balasz Kiss (96
gr-röm) gegen Oliver Hassler.
Mit zwei souverän gewonnenen Runden im 66 gr-röm. begann Krzysztof
Szczepanik den Kampf gegen Florian Hassler. Runde drei und vier
ging unverdienterweise an den Hausen-Zeller. Als aktiverer Ringer
durfte Szczepanik zuerst die Bodenlage fassen. Ohne Wertung hätte
dieses für den Sieg gereicht. Doch der Unparteiische wollte beim
Schorndorfer ein Beinarbeit gesehen haben und entschied somit den
Kampf. In der fünften Runde fehlten beim Schorndorfer die Kräfte
und am Ende gingen die 3:2 Punkte an den Gegner.
So stand es zur Pause 10:9 für die ASV-Staffel, als Benjamin Russ
gegen den Weltklasse-Ringer Recorean chancenlos vier Punkte
abgeben musste. Durch eine kämpferisch tolle Leistung lies Oliver
Müller (66 kg) die Sieghoffnungen der Schorndorfer nochmals
aufleben. Mit einem ungefährdeten 3:0 gegen Matthias Philipp im
ungeliebten Freistil holte er nochmals wichtige 3 Punkte fürs
Schorndorfer Konto.
Anschließend gab es „geschenkte“ 4 Punkten für Hausen-Zell im 84
kg gr-röm durch die unglücklichen 200 Gramm Übergewicht. „Dieser
Kampf hat uns das Genick gebrochen,“ meinte Trainer Jaro Bago.
„Tobias Bulgrin hätte gewinnen müssen.“ Es folgten die
entscheidenden Kämpfe im 74 kg und es hieß alle Kräfte für Sedat
Sevsay zu mobilisieren.
Angefeuert durch seine Mannschaftskameraden zeigte Sedat „Wummi“
Sevsay in der Freistil-Klasse eine tolle Leistung. Als klar
aktivere Ringer holte er gegen Marco Waßmer einen 3:1 Sieg für
seine Mannschaft. So musste die Entscheidung des Abends im letzten
Kampf herbeigeführt werden. In diesem trafen mit dem Georgier
Teimuraz Beradze und Marcij Panasiuk zwei gleichwertige Gegner
aufeinander. In einem unschönen Kampf setzte der Gastgeber alle
Mittel ein. Der Schorndorfer lies sich zwar durch die
Unsportlichkeiten nicht provozieren, fand jedoch kein Mittel, die
entscheidenden Wertungen zu machen. Am Ende gingen drei Punkte und
somit der Gesamtsieg mehr als knapp an die Südschwarzwälder.
Doch nun heißt es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern
sich konzentriert auf die nächste Begegnung am kommenden Samstag
vorzubereiten. Dort empfängt der ASV den Tabellenführer aus
Adelhausen. Die Mannen von Trainer Jaro Bago möchten den Sieg aus
dem Hinkampf auf alle Fälle wiederholen.
Einzelergebnisse: 21:16
55 G Florin Trifan : Alexander Jakuschew 3:0 (2:1, 6:0, 7:1) PS
60 F Sascha Oswald : Eugen Friesen 0:3 ( 3:4, 0:2, 0:2) PS
66 G Florian Hassler : Krysztof Szczepanik 3:2 (3:5, 0:5, 3:1,
3:1, 4:0) PS
66 F Matthias Philipp : Oliver Müller 0:3 (0:3, 0:3, 0:1) PS
74 G Teimuraz Beradze : Marcin Panasiuk 3:0 (1:1, 2:1, 3:1) PS
74 F Marco Waßmer : Sedat Sevsay 1:3 (2:3, 2:1, 0:1, 0:1) PS
84 G Florian Phillipp : Tobias Bulgrin 4:0 (7:2, 2:2, 1:1, 2:2) ÜG
84 F Adrian Recorean : Benjamin Russ 4:0 (4:0) SS
96 G Oliver Hassler : Balasz Kiss 0:3 (0:7, 0:2, 0:4) PS
120F Sven Kiefer : Schota Bilanischwili 3:2 (1:1, 4:1, 4:6, 0:2,
3:1) PS
|