Mit
einem erwartet knappen Ergebnis kehrte die Schorndorfer Staffel
aus Tuttlingen zurück. Nach einer spannenden Begegnung lag
Schorndorf den entscheidenden Punkt vorne und konnte so seinen
Anschluss an die Tabellenspitze halten.
Im
Fliegengewicht konnten die Schorndorfer auch diesmal nicht punkten
und gerieten in Rückstand. Im anschließenden Schwergewichtskampf
besiegte Schota Bilanischwili den Tuttlinger Matthias Elsässer in
drei Runden. In einem harten Fight konterte Bilanischwili seinen
Gegner nach Beinangriffen immer wieder aus und glich damit zum 3:3
aus. In der Klasse bis 60 kg zeigte Eugen Friesen einen
Spitzenkampf gegen den rumänischen Nationalringer Valentin Lupo.
Obwohl Friesen in den beiden ersten Runden in Rückstand geriet,
schaffte er es zum Ende jeder Runde, mit überraschenden Angriffen
den Kampfverlauf zu drehen und siegte mit 3:0. Ohne Chance war der
polnische Spitzenringer Andrzej Deberny aus Tuttlingen gegen
Balasz Kiss. Vor allem im Bodenkampf war Kiss der stärkere Ringer
und siegte mit 3:0.
Oliver
Müller hielt gegen den Tuttlinger Diksu zwar gut dagegen, man
merkte jedoch, dass Müller in der höheren Gewichtsklasse die Kraft
fehlt. Müller verlor nach beherztem Kampf drei Runden jeweils mit
nur einem Punkt. Die Schorndorfer Halbschwergewichtler gehören
bisher zur Schwachstelle im Schorndorfer Team. Tobias Bulgrin
verlor gegen Bernd King und Stephan Weller gegen Jlyas Özkök
jeweils mit 3:0. Bulgrin, der sicher technisch mithalten kann,
zeigte bei seinem Kampf, wie schon zuvor, dass im kräftemäßig noch
einiges fehlt. Ein Defizit, das er mit hartem Krafttraining noch
ausgleichen muss. Weller kämpft immer noch mit starken Schmerzen
und wird voraussichtlich im nächsten Kampf pausieren müssen. Im
Leichtgewicht hatte Peter Beischlag mit Temur Nurulahh keine Mühe
und siegte durch technische Überlegenheit nach drei Runden. So lag
Schorndorf vor den abschließenden Weltergewichtskämpfen mit 12:13
in Front. Der Schorndorfer Szczepanik traf hier auf den Tuttlinger
Florin Ruso. In einem hoch spannenden Kampf, bei dem sowohl die
Ringer, einige Zuschauer, vor allem aber der Ordnungsdienst aus
Tuttlingen Ihre Nerven nicht im Griff hatten, kam es nach einem
verdienten 3:1 Sieg von Szczepanik fast zum Kampfabbruch. Der
Schorndorfer lies sich nach unverschämten Beschimpfungen und
Beleidigungen durch Tuttlinger Ringer und Fans zu einer Geste
hinreisen, die man als Sportsmann sein lässt. Anstatt die Lage zu
entschärfen, war es aber gerade der Ordnungsdienst der Tuttlinger,
der zur Eskalation beigetragen hatte. Erste nach einigen Minuten
konnte der Kampf fortgesetzt werden. Vor dem letzten Kampf des
Abends, wäre man aus Schorndorfer Sicht mit einem Unentschieden
zufrieden gewesen, nicht aber Sedat Sevsay. Nach dem er die erste
Runde verloren hatte, glich Sevsay gegen den favorisierten
Manuel Fehrenbach in Runde zwei aus. Mit einem tollen Konter
gewann Sevsay die Runde mit 2:0 und holte so den entscheidenden
Punkt für den Schorndorfer Sieg. Diesen sicherte Sevsay, in dem er
die nächsten Runden nichts mehr riskierte, und den
Mannschaftserfolg sicherte.