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19.12.09 KSV Schriesheim - ASV Bauknecht 24 : 11

C.Kusche

Mit einem 24:11 müssen sich die ASV Bauknecht Ringer aus der diesjährigen Bundesligasaison verabschieden. Ersatzgeschwächt gelang es den Schorndorfern nicht, den Sieg vom Hinkampf gegen den KSV Schriesheim zu wiederholen. „Die Schriesheimer sind mit 11 Mann angetreten, der Schiri hatte eindeutig ein „rotes Trikot“ an,“ so der ASV-Trainer Jaro Bago. „Das war zwar nicht entscheidend für den Sieg, aber das 24:11 spiegelt den Kampfverlauf nicht wieder. Da hat Kampfrichter Moser eindeutig seinen Teil dazu beigetragen.“ Unzufrieden waren die Sportler und der Trainer über den Mattenleiter, der aus ihrer Sicht, den Kampf durch einseitige Passivitätszuweisungen, vergebene Punkte nach der Kampfzeit und unverständliche Verwarnungspunkte den Kampf deutlich beeinflusste.

 

Herausragend auf Schorndorfer Seite war die Leistung von Peter Beischlag im 66 kg F. Er erteilte Marcus Sauer eine wahre Lehrstunde im Freistilringen. Beischlag erkämpfte sich unglaubliche 20 Punkte in 2:30 Minuten. Für den bemitleidenswerten Schriesheimer muß der Schlusspfiff wie eine Erlösung gewesen sein. Einen tollen Kampf zeigte auch Marcin Panasiuk im 74 kg gr. gegen Pascal Eisele. Dieser stellte sich phasenweise nicht dem Kampf. Durch Provokationen versuchte er den Schorndorfer zu unsportlichen Aktionen hinzureißen. Obwohl sehr offensichtlich, erkannte dies der Mattenleiter nicht, sondern „bestrafte“ Panasiuk sogar noch mit Verwarnungen. Dadurch bekam der Schriesheimer zwar zwei Runden geschenkt, musste aber den 3:2 Sieg hinnehmen.

Eine Spitzenleistung zeigte Carsten Kopp im 84 kg F. Gegen den Routenier Azedine Azzaaoui zeigte der Nachwuchsringer, dass er zurecht zur Deutschen Spitze gehört. Nur die zweite Runde musste Kopp durch Unachtsamkeiten knapp abgeben. Doch in der dritten Runde stellte er die Verhältnisse wieder klar. Durch eine schöne Dreierwertung holte er sich diese Runde. Auch im vierten Durchgang lies er nichts mehr anbrennen und gewann mit 3:1.

Zufrieden ist der ASV-Trainer auch mit der Leistung von Tobias Bulgrin im 96 kg gr. Gegen den Griechen Sio Gkogklitsidis hielt der junge Schorndorfer gut mit. Dass diese Begegnung im Stand entschieden werden würde, wussten Trainer und Sportler schon im Vorfeld. Entsprechend aktiv ging Bulgrin die Sache an. Ungläubigkeit herrschte deshalb nach jeder Runde in der Schorndorfer Ecke, dass dem Schriesheimer der Vorteil in der Bodenlage zugesprochen wurde. Da Bulgrin daraus keine Wertung gelang, verbuchte der Schriesheimer Grieche durch Schiri-Schützenhilfe das 1:0 für sich.

Mit Roland Majer hatte Alexander Jakuschew ebenfalls einen ausländischen Spitzenringer gegenüber. In der ersten Runde behielt Jakuschew klar mit 6:1 die Oberhand. Danach stellte sich der Schriesheimer besser auf den Schorndorfer Jugendtrainer ein. Jakuschew gelang in der zweiten Runde keine Wertung im Stand mehr. Wieder sah der Mattenleiter im Standkampf Vorteile auf Schriesheimer Seite. In der angeordneten Bodenlage konnte Jakuschew nicht punkten und verlor. Die dritte Runde verlief ähnlich. Nun war Majer bei 0:0 der Obermann. Ihm gelang bis zum Ablauf der Zeit keine Wertung und die Runde sollte an Jakuschew gehen. Doch nach dem Gong setzte Majer noch einen Durchdreher an, natürlich ohne Gegenwehr des Schorndorfers, da die Kampfzeit schon abgelaufen war. Entsetzten deshalb nicht nur beim Sportler, als der Mattenleiter diese Punkte noch erteilte und dem Schriesheimer die Runde schenkte. Die vierte Runde brachte wieder keine technische Wertung: Jakuschew verlor somit mit 3:1 sehr unglücklich.

Überfordert war Manuel Fehrenbach im 120 kg F. Obwohl technisch versierter, gelang es ihm nicht, den 20 kg Gewichtsvorteil von Stanimir Dinev zu kompensieren.

Chancenlos war Paul Bokarev im Nicolae Cojocaru im 74 F. In der zweiten Runde musste er sich auf Schultern geschlagen geben. Gewohnt eng ging es im 84 kg gr zu. Es gelang Lars-Rene Schmidt nicht, die Punkte gegen Nicolai Bayryakov zu behalten. Unbequem war der Kontrahent von Oliver Müller im 66 kg gr. Marek Schum überragte den Schorndorfer um eine gute Kopflänge. Es gelang Müller nicht, die entscheidenden Punkte zu machen. Er verlor 3:0.

 

KSV Schriesheim : ASV Schorndorf  24 : 11

55G: Majer - Jakuschew 3:1 PS (1:6 1:0 2:0 1:0)

60F: Erath -   4:0 OG (0:0)

66G: Schum - Müller 3:0 PS (5:4 4:0 1:0)

66F: Sauer - Beischlag 0:4 TÜ (0:7 0:7 0:6)

74G: Eisele - Panasiuk 2:3 PS (2:0 1:0 0:1 0:1 0:1)

74F: Cojocaru - Bokarev 4:0 SS (6:0 4:0)

84G: Bayryakov - Rene Schmidt 3:0 PS (1:0 2:0 3:0)

84F: Azzaaoui - Kopp 1:3 PS (0:4 3:1 0:3 1:2)

96G: Gkogklitsidis - Bulgrin 1:0 PS (1:0 1:0 1:0)

120F: Dinev - Fehrenbach 3:0 PS (6:0 2:0 1:0)

 

 

Landesliga: Niederlage gegen Abstiegskandidaten

S.Koppenhagen 

Spannend bis zum letzten Kampf zeigte sich die Partie am Vergangenen Samstag. Beim KV 95 Stuttgart kamen die Schorndorfer Landesliga über 22:16 nicht hinaus.

Erst der letzte Kampf brachte die Entscheidung, als Sascha Koppenhagen(74gr) beim Stand von 18:16 noch den Sieg für sein Team hätte erkämpfen können. Doch gegen den ungeschlagenen Roman Berko war er chancenlos und ging noch in Runde eins auf beide Schultern. Einen schönen Kampf zeigte an diesem Abend Matthias Kaubisch (120fr) gegen Andreas Klykov. Souverän sicherte er sich alle drei Runden.  Schöne Ansätze zeigte auch der junge Pascal Weimann(55gr), ging jedoch gegen den angriffslustig ringenden Magomed Makaev noch in Runde eins auf beide Schultern.

Jeweils sichere vier Punkte konnten Jan Hermann(60fr), Sadri Balija(84fr) und Julian Bulgrin(96gr) für das Schorndorfer Team erringen. Unerwartet war die 3:1 Niederlage von Artur Baier(66gr) gegen Roman Korolkov. Der Stuttgarter bekam die erste runde nach einer strittigen Wertung geschenkt. Runde zwei konnte Baier für sich entscheiden, verlor dann aber den Faden und gab den Kampf ab. Nicht in seinen Kampf fand Arne Stoll(74fr) gegen Sergej Lokhov. Stoll verlor alle drei Runden knapp.

Nach dieser Niederlage beenden die Schorndorfer Landesligaringer ihre erste Saison nach dem Aufstieg auf einem guten 5.Tabellenplatz. Mannschaftsführer Koppenhagen meinte nach dem Kampf: “Wir haben mehr Kämpfe gewonnen als verloren, haben unser angestrebtes Saisonziel, den Klassenerhalt, geschafft und sind damit sehr zufrieden.“ 

 

Gr.-röm.55 Magomed Makaev - Pascal Weimann 4:0SS 8:0

Freistil60 Arsen Aslanjan - Jan Hermann 0:4TÜ 0:7 0:1 0:3

Gr.-röm.66A Roman Korolkov - Artur Baier 3:1PS 2:0 0:3 3:2 4:0

Freistil66B Dominik Kuhner - Simon Koppenhagen 4:0SS 6:0 7:0 5:0

Gr.-röm.74A Roman Berko - Sascha Koppenhagen 4:0SS 4:0

Freistil74B Sergej Lokhov - Arne Stoll 3:0PS 3:0 2:0 1:0

Gr.-röm.84A Valerij Povalaev - Michael Bulgrin 4:0TÜ 6:0 1:0 4:0

Freistil84B Ruslan Makaev - Sadrija Balija 0:4SS 0:5

Gr.-röm.96 Julian Bulgrin 0:4OG 0:0 

Freistil120 Andreas Klykov - Matthias Kaubisch 0:3PS 0:1 0:3 0:1 

 

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