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24.10.09 Werbung für den
Ringkampfsport / 2. Bundesliga Süd: ASV Schorndorf – VfK
Schifferstadt 23:12 / Stimmung in der Schornbacher Brühlhalle
Quelle: ZVW
Fantastische Kämpfe haben die Zweitliga-Ringer des ASV
Schorndorf und des VfK Schifferstadt in der gut gefüllten
Schornbacher Brühlhalle geboten. Der ASV siegte zwar deutlich
mit 23:12, doch in den meisten Begegnungen standen sich
gleichstarke Athleten gegenüber. Es gab zahlreiche spektakuläre
Aktionen , die Stimmung war prächtig. So macht Ringkampf Spaß.
Ein paarmal pro Saison weicht der ASV traditionell nach
Schornbach aus. Ein großer organisatorischer Aufwand, der sich
aber lohnt. Während die Atmosphäre in der Grauhalden-Sporthalle
mit dem Wort „trist“ nur unzureichend beschrieben ist, sorgen in
der familiären Brühlhalle bereits 150 Zuschauer für ein
gewaltiges Spektakel. So wie am Samstagabend, an dem zwei
erstklassig besetzte Mannschaften aufeinander trafen.
Für Brisanz war obendrein gesorgt gewesen. Schifferstadt hatte
nach dem Vorrundenkampf erfolgreich Protest beim Deutschen
Ringer-Bund (DRB) eingelegt. Aus dem Sieg für Schorndorf war
eine Niederlage geworden (wir haben berichtet). Zur
Wiederauflage des umstrittenen Kampfes zwischen Krzysztof
Szczepanik (ASV) und Heinz Marnette (66 Kilo griechisch-römisch)
kam’s jedoch nicht. Der VfK-Athlet rückte eine Gewichtsklasse
auf. Szczepanik bekam mit Denis Kudla einen Jugendringer
vorgesetzt, der ihm allerdings auch einiges abverlangte. Kudla
vermied mit einer Klasseleistung die 0:4-Niederlage.
Wer bisher dachte, im Schwergewicht seien nur schläfrige
Tanzbären unterwegs, wurde eines Besseren belehrt. Der
Schorndorfer Aydan Halim neigte nur in den Pausen zur
Behäbigkeit. Im Freistil-Kampf agierte er blitzschnell, und das
war gegen den ebenfalls technisch herausragenden Erol Bayram
auch nötig. Aydan siegte nach knapp verlaufenen Runden mit 3:0.
Sehr dynamisch war auch der Kampf zwischen dem Schorndorfer
Przemyslaw Malinowski und Patryk Kudla. Ersterer ließ das
fachkundige Publikum unter anderem mit einem technisch perfekt
ausgeführten Untergriff mit der Zunge schnalzen und gewann 3:0.
Dem ASV-Athleten Oliver Müller (60 kg) war anzumerken, dass ihm
der Stilartwechsel zum Rückrundenauftakt nicht schmeckte.
Dennoch biss er sich im Freistil durch und feierte ebenfalls
einen 3:0-Erfolg über Marvin Scherer.
Weil Alexander Jakuschew (55 kg GR) bereits zum Auftakt
technisch überlegen gegen den Jugendringer Ilker Gülse gewonnen
hatte, stand’s zur Pause überraschend 16:0 für die Gastgeber.
Nicht, weil die so viel besser als die Gäste waren, sondern weil
einfach alles perfekt lief.
Dann aber betrat der bislang unbesiegte VfK-Athlet Andreas
Skodawesseli gegen Manuel Fehrenbach die Matte (84 kg F). Der
Schorndorfer kam mit einer famosen Hüftkippe, einer selten zu
bewundernden Aktion, sogar zu einem Rundengewinn. Doch die
restlichen Abschnitte entschied wie erwartet der Gästeringer für
sich.
Peter Beischlag (66 kg F) war ebenfalls an einer spektakulären
Aktion beteiligt – allerdings nur als Versuchskaninchen.
Alexander Kropf beendete den Kampf in der dritten Runde mit
einer brillanten Schleuder, für die es fünf Punkte und darüber
hinaus den Applaus auch der Schorndorfer Zuschauer gab.
Eine üble Abfolge von Kopfstößen beider Athleten gab’s in der
Begegnung zwischen Marciej Panasiuk und dem aufgerückten
Marnette zu sehen. Der Schorndorfer verspielte eine
2:0-Rundenführung, der Schifferstädter Anhang jubelte.
Chancenlos trotz guter Leistung war ASV-Ringer Paul Bokarev
gegen Thorsten Dominik (74 kg F). Lars-Rene Schmidt (84 kg GR)
bezwang den über zwölf Kilo leichteren Peter Hoereth technisch
überlegen.
ASV Schorndorf –
VfK Schifferstadt 23:12.
55 kg GR:
Jakuschew – Gülse 4:0 TÜS (6:0, 6:0, 7:0).
120 kg F:
Halim – Bayram 3:0 PS (2:0, 2:0, 1:0).
60 kg F:
Müller – Scherer 3:0 PS (1:0, 1:0, 1:1).
96 kg GR:
Malinowski – P. Kudla 3:0 PS (3:0, 1:0, 1:0).
66 kg GR:
Szczepanik – D. Kudla 3:0 PS (2:0, 4:0, 3:0).
84 kg F:
Fehrenbach – Skodawesseli 1:3 PN (0:1, 1:2, 4:0, 0:2).
66 kg F:
Beischlag – Kropf 0:3 PN (0:1, 2:3, 3:6).
84 kg GR:
Schmidt – Hoereth 4:0 TÜS (4:0, 3:0, 5:0).
74 kg GR:
Panasiuk – Marnette 2:3 PN (1:0, 1:0, 0:1, 0:1, 0:1).
74 kg F:
Bokarev – Dominik 0:3 PN (1:2, 0:1, 0:2).
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