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13.12.08
Besser geht' s nicht
ZVW
Einen perfekten Saisonabschluss vor heimischem Publikum haben
die Ringer des ASV Schorndorf gefeiert. Das Zweitligateam siegte
im letzten Heimkampf locker mit 31:7 gegen die KG Baienfurt.
Zudem ehrte der Verband die zweite Mannschaft nach ihrem Erfolg
über Faurndau (23:8) für die Meisterschaft in der Bezirksliga
Ostalb/Rems/Fils und den Aufstieg in die Landesliga (Bericht
folgt). Und schließlich wurden drei verdiente ASV-Ringer
verabschiedet.
Großen Jubel von den Schorndorfer Fans und den
Mannschaftskameraden heimsten Eugen Friesen, Andreas Kusche und
Sedat Sevsay ein. Viele Jahre lang standen sie für den ASV auf
der Matte, nun haben sie ihre Karrieren offiziell beendet. 17
Jahre lang kämpfte der heute 36-jährige Friesen in der ersten
Mannschaft und hielt dem Verein auch in schweren Zeiten stets
die Treue. Trotz großer Einzelerfolge: Einmal war der 1992 aus
Kasachstan nach Schorndorf gekommene Vorzeigeathlet Dritter bei
deutschen Meisterschaften, siebenmal Württembergischer
Freistil-Meister und dreimal Sieger beim Großen Preis von
Baden-Württemberg. „Seine Stärken im Training waren
bedingungsloser Einsatz und regelmäßige Anwesenheit. Er war und
ist ein Vorbild für die jüngeren Sportler“, sagte
ASV-Vorstandsmitglied Hans-Jörg Stängle in seiner Würdigung.
Wummi, der Integrator
Bereits 14
württembergische Meistertitel hatte Sedat „Wummi“ Sevsay
gefeiert, als er zur Bundesligasaison 2000 zum ASV kam.
Inzwischen unterstützt er den Vorstand unter anderem bei der
Zusammenstellung der Kader und Verhandlungen mit Athleten.
Folgerichtig - denn schon immer habe er sich bemüht, die
Neuzugänge, speziell die aus dem Ausland, zu integrieren, so
Stängle.
Vor zehn Jahren zum
ASV gekommen ist dessen Vorstandskollege Andreas Kusche. Der
württembergische Meistertitel 2004 und der Sieg beim Großen
Preis von Baden-Württemberg in Baienfurt sind die größten
Einzelerfolge des heute 40-Jährigen bei den Aktiven. Bei den
Veteranen ist er zweimal Deutscher Meister geworden. Stängle
lobte: „Es gibt nur wenige in Deutschland, die mit 40 Jahren
noch in der Lage sind, in der 2. Bundesliga mitzuhalten.“
In der Brühlhalle
wollte Kusche im letzten Zweitligaheimkampf noch einmal seine
Klasse zeigen, hatte aber Pech: Baienfurt bot in der
Gewichtsklasse bis 84 Kilo Griechisch-Römisch keinen Athleten
auf. Dafür bewies Eugen Friesen (60 Kilo Freistil) in einem der
besten Kämpfe des Abends, dass er immer noch ein Spitzenringer
ist. Obwohl nach einer Rippenverletzung noch nicht ganz genesen,
besiegte er den amtieren Württembergischen Meister Simon
Tenhündfeld technisch überlegen. Der Routinier verzückte die
Fans sogar mit einer seiner Spezialitäten, der Beinschleuder.
Ebenfalls sehenswert
waren die Auftritte des eigentlich in der zweiten Mannschaft
ringenden Artur Baier, der überraschend Tomasz Kopziuch bezwang
(3:1), und Tobias Bulgrins. Dem gelangen gegen Ilker Gülcin
endlich einmal mehrere Durchdreher, und auch im Standkampf
zeigte er beim technischen Überlegenheitssieg zahlreiche
gelungene Aktionen. Trotz seiner Knieverletzung revanchierte
sich Carsten Kopp bei der nie aufsteckenden Konditionsmaschine
Gerhard Tenhündfeld für die Vorrundenniederlage und gewann mit
3:0.
Sehr zufrieden nach
dem gelungenen Abschied vom heimischen Publikum war Eugen
Friesen. „Der ASV ist eine große Familie für mich.“ Kann er sich
vorstellen, doch noch hin und wieder einzuspringen, wenn Not am
Mann ist? „Ach, mit dem Ringen aufhören ist schwer . . .“ Die
Schorndorfer Fans werden das gerne hören.
Einzelergebnisse
Aktuelle Tabelle
Württemberg
Bezirk III Bezirksliga (Ostalb/Rems/Fils) 2008
13.12.08. Schorndorf`s Zweite in Feierlaune
Die 2. Mannschaft des ASV Bauknecht Schorndorf
besiegt den Tabellenletzten TV Faurndau schnell mit 23 : 8 und
feiert dann überschwänglich den Aufstieg in die Landesliga.
Jan Hermann, Simon Kappenhagen, Sascha
Koppenhagen, Sedat Sevsay, Julian Bulgrin und Matthias Kaubisch
kamen ohne Probleme zu ihren Punkten. Lediglich Arne Stoll wurde
in der 2. Runde in Führung liegend geschultert, Die Klasse bis
55 kg war, wie über die gesamte Runde unbesetzt.
Tim Hermann durfte im Vorfeld einen
Freundschaftskampf gegen den 55 kg Vertreter von Faurndau Jan
Erik Zoller bestreiten. Tim Hermann zeigte, dass er für die
Mannschaft nächstes Jahr bereit ist. Er besiegte den Faurndauer
mit schönen Aktionen in 3 Runden durch technische Überlegenheit.
Nachdem im letzen Jahr die Mannschaft in den
Aufstiegskämpfen scheiterte,
profitieren die Schorndorfer dieses Jahr von der
Umgestaltung der württembergischen
Ringerligen und können als Meister direkt in die
Landesliga aufsteigen.
Die Mannschaft wurde nach dem Kampf vom WRV,
vertreten durch Ralf Luschnig,
geehrt und bekam den Wimpel für die Meisterschaft
überreicht.
Einzelergebnisse
Aktuelle Tabelle
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